Geschenke der Hoffnung e. V.:Häufige Fragen

Häufige Fragen

Fragen zum Packen eines Schuhkartons

1. Warum ist eine einheitliche Schuhkartongröße wichtig (ca. 30 x 20 x 10cm)?

Aus zwei Gründen. Erstens: Es ist für ein Kind, das einen kleineren Schuhkarton erhält, nicht schön zu sehen, dass das Kind neben ihm einen größeren Schuhkarton bekommt. Zweitens: Je größer die Schuhkartons sind, umso weniger passen in einen LKW und umso teurer wird der Transport aller Schuhkartons.

Wir behalten uns das Recht vor, übergroße Geschenk-Kartons umzupacken.

2. Warum dürfen nur neue Waren in die Schuhkartons?

Zum einen ist es uns wichtig, Kindern in Not qualitativ hochwertige Päckchen zu übergeben. Wir verstehen Qualität als Ausdruck des Respekts gegenüber dem jeweiligen Kind und Anerkennung seiner Würde.

Zum anderen gibt es gesetzliche Regelungen, an die wir uns halten müssen und die eine Kontrolle der Schuhkartongeschenke in den Sammelstellen erforderlich machen. So ist zum Beispiel die Einfuhr von gebrauchten Schuhen aller Größen und gebrauchten Kleidern der Altersgruppe 0 - 3 Jahre sowie gebrauchtem Spielzeug in den meisten unserer Empfängerländer absolut verboten. Auskünfte darüber erteilen die Botschaften der verschiedenen Länder in ihren Einfuhrbestimmungen.

Die Einfuhr gebrauchter Kleider ab Altersgruppe 4 Jahre ist erlaubt, wenn diese desinfiziert wurden. Die Desinfektion sieht vor, dass sie von einer anerkannten Desinfektionsstelle vorgenommen wird. Davon sehen wir ab, weil dadurch die Süßigkeiten ungenießbar würden.

Leider berichten unsere Sammelstellen immer wieder, dass sie gebrauchte Artikel in den Schuhkartons finden. Diese werden bei der Kontrolle entfernt und ersetzt.

3. Warum kann die Altersgruppe 10 –14 Jahre nicht in zwei Gruppen aufgeteilt werden?

Die Aufteilung nach den Altersgruppen 2–4, 5–9 und 10–14 Jahre hat sich weltweit bei den Empfängerkindern bewährt. Sollten Kleidung oder Schuhe nicht passen, tauschen die Kinder untereinander oder schenken an Geschwister oder Freunde weiter. Wählen Sie im Zweifel das Kleidungsstück oder die Schuhe für ein Kind eine Nummer größer.

4. Warum dürfen die Schuhkartons KEINE geliermittelhaltigen Süßigkeiten enthalten?

Jedes Land hat andere Einfuhrbestimmungen, an die wir uns halten müssen. Einige unserer Empfängerländer verbieten die Einfuhr von geliermittelhaltigen Süßigkeiten. Bei nicht-geliermittelhaltigen Süßigkeiten oder pflanzlichen Geliermitteln müssen wir die Unbedenklichkeit nachweisen, was operativ nicht möglich ist. Deshalb behalten wir uns vor, zollrechtlich unzulässige Gegenstände zu entnehmen und einem anderen mildtätigen Zweck zuzuführen.

5. Müssen es genau sechs Euro als Spende sein?

Nein, die sechs Euro sind eine empfohlene Spende. Nur mit Hilfe dieser Geldspende können wir die Kosten für Abwicklung und Transport jedes Schuhkartons decken – obwohl wir auch ohne Spende selbstverständlich alle Päckchen auf die Reise schicken. Natürlich können Sie auch gerne mehr geben.

6. Werden Geschenke aus dem Schuhkarton aussortiert?

Solange sie den Angaben in unserem Flyer entsprechen – nein!

In Deutschland arbeiten wir mit einem riesigen Netzwerk ehrenamtlichen, geschulten Helfern zusammen. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, die abgegebenen Schuhkartons in den Sammelstellen durchzusehen. Dabei prüfen sie, ob es sich um zulässige Geschenke handelt. Gebrauchte Gegenstände unterliegen z. B. besonderen Einfuhrbestimmungen: So dürfen gebrauchte Schuhe aller Größen und gebrauchte Kleider der Altersgruppe 0 - 3 Jahre sowie gebrauchtes Spielzeug in die meisten unserer Empfängerländer gar nicht eingeführt werden. Daher lassen wir nur neue Geschenke zu. Unsere Helfer entnehmen alles, was nicht in den Schuhkarton darf und führen es anderen, wohltätigen Zwecken zu, z. B. Obdachlosenhilfen und sozialen Vereinen. Ist ein Schuhkarton nach der Durchsicht halb leer, wird er mit Sachspenden wieder aufgefüllt, oder mit einem anderen halben Schuhkarton zusammen gelegt.

Wer aber die Hinweise in unserem Flyer bzw. auf der Internetseite und im Päckchenpackerfilm beachtet, dessen Schuhkarton bleibt genau so, wie er / sie ihn gepackt hat.

7. Für welche Altersgruppe werden am wenigsten Schuhkartons gepackt?

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Jungs zwischen 10 und 14 Jahren am seltensten mit Geschenk-Päckchen bedacht werden. Am häufigsten gepackt werden hingegen Schuhkartons für Mädchen zwischen 5 und 9 Jahren. Deshalb empfehlen wir - wenn Sie keine Präferenz haben, für wen Sie packen möchten - Geschenke für ältere Jungs zu kaufen. Auch sie freuen sich beispielsweise über Schulmaterial, etwas Warmes zum Anziehen, ein cooles Kuscheltier, ein Spielzeugauto, einen Ball und Schokolade sehr.

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Fragen zur Verteilung der Schuhkartons

1. Welchen Weg nimmt mein Schuhkarton?

Unser Schaubild erklärt es Ihnen.

2. Wohin gehen die Schuhkartons?

2011 werden die Schuhkartons aus Österreich in Bulgarien verteilt.

3. Welchen Wert haben die Schuhkartons für die Empfängerkinder?

Ihr Schuhkarton bringt Freude in sozial schwache Familien und ist für manche bedürftige Kinder das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens. Dabei steht nicht einmal zuerst der materielle Wert des Geschenkes im Vordergrund, sondern die Tatsache, dass jemand sich Gedanken über ‚mich’ gemacht hat, dass ‚ich jemandem lieb und wert bin’. Die Freude über den Schuhkarton hallt emotional lange nach – aber auch ganz praktisch: Kinder finden in ihrem Schuhkarton Schulhefte, warme Kleidung, Spielsachen und vieles mehr. Was für uns ganz normale Alltagsgegenstände sind, ist für viele bedürftige Kinder von unschätzbarem Wert: Denn meist können ihre Familien sich diese Dinge selbst nicht leisten.  

4. Wer verteilt die Schuhkartons?

In den Empfängerländern arbeiten wir mit christlichen Gemeinden verschiedener Konfessionen zusammen. Sie wissen, wo die Not vor Ort am größten ist.

Wir schulen unsere Verteilkoordinatoren und überzeugen uns kontinuierlich von der Qualität ihrer Arbeit und ihrer Integrität. Dies geschieht durch regelmäßige Besuche, Schulungen, persönliche Teilnahme an Verteilungen sowie durch Rechenschafts- und Abschlussberichte.

5. Wie läuft eine Verteilung ab?

Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen verteilen sie auf Weihnachtsfesten z.B. in Schulen, Kindergärten, Waisen- und Krankenhäusern oder direkt in den Familien der kleinen Empfänger. Sie bieten auch ein Heft mit Bibelgeschichten an, sehen aber hiervon ab, wenn dies nicht gewünscht ist. Die Schuhkartons gibt es in jedem Fall und ohne jede Bedingung.

6. Nach welchen Kriterien werden Empfängerländer und –kinder sowie Verteilpartner ausgewählt?

In den meisten Ländern der Welt werden bereits Schuhkartongeschenke verteilt. Die Zuordnung der Empfängerländer an die sammelnden Länder folgt in der Regel praktischen Erwägungen, wie zum Beispiel geografische Nähe und somit kurze Transportwege.

Bei der grundsätzlichen Entscheidung, ob in einem Land Schuhkartons verteilt werden, wird berücksichtigt, ob dort überdurchschnittlich viele Kinder in großer Not sind. Außerdem sollte ein Netz kompetenter, christlicher Partner eine zuverlässige Verteilstruktur aufbauen können. Als Partner kommen Kirchengemeinden aller Konfessionen in Frage. Ihnen obliegt auch die Aufgabe, über ihre Ortskirchen Kinder gemäss ihrer Bedürftigkeit für Schuhkarton-Verteilungen auszuwählen: beispielsweise, indem sie sich an Jugendämter, Polizeibehörden oder soziale Einrichtungen wenden oder indem sie selbst auf Kinder in sozialen Brennpunkten zugehen.

7. Werden Schuhkartons auch an reiche Kinder verteilt?

Nein, das widerspricht dem Anliegen der Aktion. In den Empfängerländern arbeiten wir mit Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen zusammen. Sie wissen, wo die Not am größten ist und ihre Aufgabe ist es, bedürftige Kinder auszuwählen – beispielsweise, indem sie sich an Jugendämter, Polizeibehörden oder soziale Einrichtungen wenden oder indem sie selbst auf Kinder in sozialen Brennpunkten zugehen. Unsere Partner genießen dabei unser vollstes Vertrauen.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass ein Schuhkarton an ein weniger bedürftiges Kind verteilt wird, z. B. bei Verteilungen in Schulen in sozial schwachen Gebieten. Hier wäre es innerhalb einer Klasse den Kindern gegenüber lieblos zu sagen: „Du bekommst kein Geschenk, weil Deine Eltern besser verdienen, als die von den anderen Kindern.“ Unsere Partner sind jedoch sehr bemüht, solche Situationen möglichst auszuschließen, indem sie z.B. die Kinder zu einer Verteilung in die Stadthalle einladen. Außerdem haben die meisten Empfängerländer strenge Auflagen, wenn es um die direkte Verteilung von Hilfsgütern geht.

In Moldawien muss z. B.

  • eine Empfängerliste mit Ort eingereicht werden (z. B. „Schule 63 in Chisinau“ – das ist in Moldawien)
  • der Verteiler und die Verteilform muss genannt sein (z.B. Baptistengemeinde XY, Weihnachtsfeier mit Einladung durch die Sozialstation an Kinder aus XY in Stadthalle XY am … Datum …)
  • außerdem muss die Bedürftigkeit der Kinder nachgewiesen werden (z. B. Kinder laut Sozialhilfeliste des Amtes XY)
  • es muss angegeben werden, dass bzw. wie viele der Empfängerkinder zum ersten Mal ein Geschenk erhalten
  • die Verteilerpartner müssen im Vorfeld an einer von uns durchgeführten Schulungsveranstaltung teilnehmen
  • sie müssen im Anschluss an die Verteilung Bericht erstatten
  • zu guter Letzt müssen sie den Behörden nachweisen, ggf. mit Stempel / Unterschrift eines Amtsträgers, der bei der Verteilung dabei war (Z. B. Angestellter des Sozialamtes), dass die Verteilung ordnungsgemäß und wie beantragt stattgefunden hat

Sollte doch durch Bilder oder das Antwortschreiben eines Kindes ein falscher Eindruck entstehen, haben wir die Möglichkeit über die Adresse schnell die Hintergründe der Verteilung aufzuklären. Aus eigener Erfahrung von Verteilerreisen wissen wir außerdem, dass der äußere Eindruck täuschen kann. Zum Beispiel verteilten wir im letzten Jahr nähe Sibiu in Rumänien in einem Kindergarten Schuhkartons, in dem die Kinder sehr gut gekleidet waren. Wir baten daraufhin, eine Familie besuchen zu dürfen – und was wir dort zu sehen bekamen, erschütterte uns: Die fünfköpfige Familie lebte in einem winzige Steinhaus mit nur einem beheizten Zimmer, ohne Toilette, ohne Strom, ohne fließend Wasser. Der Vater war, wie fast jeder in diesem Dorf, arbeitslos. Wie die Mutter es schaffte, ihre Kinder so gut herzurichten, ist uns bis heute schleierhaft. Viele Menschen bewahren sich inmitten ihrer Armut einen Rest Würde, indem sie großen Wert auf die äußere Erscheinung legen.

8. Kommt mein Schuhkarton an?

Ja, davon überzeugen wir uns selbst. Wir arbeiten mit zuverlässigen Partnern zusammen. Diese Partner (vor allem Gemeinden und nationale Hilfswerke) sind transparent und verpflichten sich zur schriftlichen und fotografischen Berichterstattung sowie zur Einhaltung internationaler Richtlinien. Außerdem fahren einige unserer Mitarbeiter jedes Jahr auf Verteilerreisen, um persönlich die Päckchenverteilungen zu begleiten.

9. Kann ich an einer Verteilung teilnehmen?

Diese Frage ist verständlich und erreicht uns häufig, doch leider können wir nicht alle mitnehmen. Einige ehrenamtliche Helfer/innen und Verantwortliche von Geschenke der Hoffnung e.V. sind jedoch vor Ort und begleiten die Verteilung der Schuhkartons. In den Verteilerberichten können Sie die Erlebnisse unserer Mitarbeiter und Ehrenamtlichen nachlesen.  Film und Fotobeiträge finden Sie hier.

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Fragen zur Geschichte

1. Wie fing die Aktion an?

Alles begann 1990 in Rumänien. Nach dem Ende der Schreckensherrschaft von Diktator Nicolae Ceausescu fristeten unzählige ungewollte Mädchen und Jungen unter menschenunwürdigen Bedingungen ihr Dasein in Waisenhäusern. Der Christ Dave Cooke aus der walisischen Stadt Wrexham beschloss, zu helfen und appellierte an die Nächstenliebe seiner Mitbürger. Unter anderem wurden sie gebeten, einen Schuhkarton in Geschenkpapier zu wickeln und ihn mit Dingen zu füllen, über die ein Kind sich freut – in etwa so, als ob eine englische Weihnachtssocke im Karton stecke. „Operation Christmas Child“, so wird die Aktion international genannt, war geboren. Innerhalb kürzester Zeit packten die Wrexhamer Tausende von Geschenk-Paketen. Diese und weitere Hilfsgüter wurden im Dezember 1990 von Dave Cooke und seinem Team in Rumänien verteilt. Die Freude der Waisenkinder, die zum ersten Mal in ihrem Leben erfuhren, was Liebe bedeutet, war unbeschreiblich. Auch in Großbritannien war die Begeisterung für die Aktion nicht zu stoppen: Mit jedem Jahr wuchs die Zahl der Päckchen. 1993 übergab Dave Cooke „Operation Christmas Child“ schließlich an die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse.

1996 nahm die Partnerschaft zwischen der langjährigen Chefredakteurin der christlichen Zeitschrift »Entscheidung«, Dr. Irmhild Bärend, und Samaritan’s Purse ihren Anfang: In der Zeitschrift wurde deutschlandweit aufgerufen, Schuhkartons für Kinder in Not zu packen. Der Grundstein für die Aktion im deutschsprachigen Raum war gelegt.

Seit 1996 wurden mehrere Millionen Schuhkarton-Geschenke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an Kinder in Not in zahlreichen Empfängerländern in der ganzen Welt verteilt.

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Fragen zu Geschenke der Hoffnung und Samaritan’s Purse

1. Wer ist Geschenke der Hoffnung e.V.?

Ob mit "Weihnachten im Schuhkarton", unserem Baby-Not-Projekt, "Dreh den Hahn auf" oder anderen Hilfsprojekten: Als international tätige, christliche Hilfsorganisation unterstützen wir bedürftige Menschen ganz praktisch und auf vielfältige Weise in derzeit 16 Ländern. Dabei bieten wir auch an, von unserer Motivation zu erzählen: von Jesus Christus. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die humanitäre Hilfe sowie die Unterstützung von Kindern und Familien im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Unser größter Partner ist die internationale Hilfsorganisation Samaritan's Purse, mit der wir - neben "Weihnachten im Schuhkarton" - vor allem auch in Katastrophenfällen zusammenarbeiten. Die Unterstützung wird ungeachtet des religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes gewährt.

Wir sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und tragen das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) sowie das Prüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

2. Gehört „Weihnachten im Schuhkarton“ einer Kirche an?

Nein. „Weihnachten im Schuhkarton“ ist ein Projekt des eingetragenen Vereins Geschenke der Hoffnung. Durch Mitgliedschaften in verschiedenen Werken und Verbänden fühlen wir uns aber mit vielen Gemeinden in Deutschland verbunden.

3. Wer ist Samaritan’s Purse?

Samaritan’s Purse, internationaler Partner von Geschenke der Hoffnung e.V., ist eine überkonfessionelle evangelikale Hilfsorganisation.

Seit 1970 leistet Samaritan’s Purse den Opfern von Kriegen, Armut und Naturkatastrophen Hilfe und gibt die Liebe Jesu weiter. Die Hilfe wird in jedem Fall ohne jede Bedingung gereicht. Wo möglich, geschieht dies in Zusammenarbeit mit Kirchen verschiedener Konfessionen vor Ort. Die Hilfeleistungen geschehen immer unter großem Respekt und unter Rücksichtnahme auf die kulturellen Gegebenheiten und religiösen Überzeugungen vor Ort. Dies belegen vor allem die Länder, die Samaritan’s Purse Zutritt für Hilfeleistungen gewähren und gewährt haben: So war Samaritan’s Purse beispielsweise unter den Hilfsorganisationen, die am längsten in Indonesien tätig waren nachdem sie dort unmittelbar nach dem Tsunami begannen, Aufbauhilfe zu leisten. Samaritan’s Purse war auch unter den ersten und wenigen Hilfsorganisationen, die den Zyklonopfern in Burma Hilfe leisten durften. Weil hier jede Art von christlicher Symbolik untersagt ist, wurde aus Respekt vor der Andersgläubigkeit sogar das Kreuz aus dem Logo von Samaritan’s Purse genommen. Ferner darf die Organisation Hilfsgütertransporte nach Nord-Korea senden und Erdbebenhilfe in China leisten. Das ausdrückliche Statement Franklin Graham, Präsident von Samaritan’s Purse, lautet: „Nicht in erster Linie um zu missionieren, sondern um zu helfen.“

Dem Leiter dieser Hilfsorganisation, Franklin Graham, ist es ein Anliegen, Menschen in Not zu helfen. Dies hat er unzählige Male bewiesen. Im Laufe seiner Arbeit ist er vielen Menschen in Verantwortung in aller Welt begegnet und hat dabei stets auch von seinem Glauben an Jesus gesprochen. Wir nehmen zur Kenntnis, dass Äußerungen von Franklin Graham als Person des amerikanischen öffentlichen Lebens im Kontext der europäischen Weltsicht kontrovers diskutiert werden. Diese Äußerungen spiegeln seine persönliche Anschauung wider und definieren nicht die Überzeugung und Auffassung sowie die Arbeitsweise von Geschenke der Hoffnung e.V., Menschen ungeachtet ihres religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes zu begegnen und zu helfen.

4.  "Weihnachten im Schuhkarton“ wird weltweit von Samaritan’s Purse durchgeführt. Wie stark ist Geschenke der Hoffnung mit der Hilfsorganisation verbunden?  

Geschenke der Hoffnung e.V. ist seit dem 1. November 2001 als eigenständiger und unabhängiger Verein in Deutschland registriert. Unser Werk ist personell und finanziell unabhängig.

Wir freuen uns, dass uns mit Samaritan’s Purse eine langjährige gute Partnerschaft verbindet. Chris Weeks, der Leiter der Rechtsabteilung bei Samaritan's Purse, ist zudem Vorstandsmitglied in unserem Vertein.

Die Grundpfeiler unserer Arbeit decken sich: Wir helfen ohne jede Bedingung. Wo möglich erfolgt dies in Zusammenarbeit mit Kirchen verschiedener Konfessionen vor Ort. Die Hilfeleistungen geschehen immer unter großen Respekt und Rücksichtnahme auf die kulturellen Gegebenheiten und religiösen Überzeugungen vor Ort. 

Zur Erläuterung der Kooperation mit Samaritan’s Purse bei „Weihnachten im Schuhkarton“:

Träger der weltweiten Geschenk-Aktion ist Samaritan’s Purse. Die internationale Hilfsorganisation verantwortet sie unter dem Namen „Operation Christmas Child“, dessen Verwendung freundlich genehmigt wird. Zwischen Samaritan’s Purse und Geschenke der Hoffnung wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, die Abstimmungen in der Zusammenarbeit vorsehen und auch Grundsätze zum Ablauf von Verteilungen definiert: Diese müssen in Liebe, Würde, Integrität und ohne Vorteilsnahme an den Ärmsten der Armen erfolgen und die christliche Botschaft darf nicht manipulativ eingesetzt werden. Als Träger der Aktion im deutschsprachigen Raum sind wir verantwortlich, die Umsetzung dieser Grundsätze sicherzustellen. Dazu schulen wir unsere Partner regelmäßig, halten engen Kontakt, nehmen persönlich an Verteilungen teil und fordern Rechenschafts- und Abschlussberichte. Wir freuen uns, dass uns mit Samaritan’s Purse eine langjährige gute Partnerschaft verbindet, auch in Projekten der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit.

5. Warum steht auf dem Logo „Operation Christmas Child“ und nicht „Weihnachten im Schuhkarton“?

"Weihnachten im Schuhkarton®" ist Teil der weltweiten Geschenk-Aktion "Operation Christmas Child®" von Samaritan's Purse International. Gesammelt werden die Schuhkartons in zehn, verteilt in über 100 Ländern. Die global einheitliche Marke dient der eindeutigen Erkennbarkeit und Zuordnung des Projektes. Die Marke ist ein eingetragenes Warenzeichen, deren Rechte bei Samaritan's Purse liegen. Die Nutzung wird uns freundlich genehmigt.

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Fragen zum christlichen Hintergrund der Aktion

1. Wird ein Bibelheft in die Schuhkartons gelegt?

Nein, ein Heft mit Bibelgeschichten in der jeweiligen Landessprache wird nicht in die Schuhkartons hineingelegt. Unsere Partner - Kirchengemeinden vor Ort - bieten es bei den Verteilungen an, sehen aber hiervon ab, wenn dies nicht gewünscht ist. Die Annahme ist frei und keine Bedingung für den Erhalt der Schuhkartons.

2. Was ist das Anliegen der Geschenk-Aktion?

Das Anliegen von "Weihnachten imSchuhkarton" ist es, Not leidenden Kindern auf der ganzen Welt Freude zu schenken und ihnen auf erlebbare Weise Gottes Liebe zu zeigen und gemeinsam mit den Ortskirchen die frohe Botschaft Jesu weiterzugeben.

Zu den Verteilungen wurde international vereinbart, dass diese in Liebe, Würde, Integrität und ohne Vorteilsnahme an die Ärmsten der Armen erfolgen müssen und das Evangelium nicht manipulativ eingesetzt werden darf. 

Den Büros der Länder, die die Schuhkartongeschenke sammeln, obliegt es, über die Umsetzung dieser Grundsätze zu wachen. Dies geschieht durch Schulung der Koordinationspartner und verteilenden Kirchengemeinden in den Empfängerländern, durch regelmäßige Besuche von Verteilungen und ein Berichtssystem.

3. Inwieweit erfolgen die Verteilungen in einem christlichen Kontext bzw. ist die Aktion missionarisch ausgerichtet? 

In den Empfängerländern arbeiten wir mit ortsansässigen, christlichen Gemeinden verschiedener Konfessionen zusammen, darunter sind auch katholische, orthodoxe und lutherische. Sie wissen, wo die Not am größten ist. Sollten vor Ort keine Kirchen vorhanden sein, wird die Verteilung über örtliche, nach Möglichkeit christliche Organisationen vorgenommen.  

Sofern es vor Ort erlaubt ist, wird die Verteilung der Schuhkartons in ein weihnachtliches Rahmenprogramm eingebettet, das den Grund für Weihnachten erläutert: die Geburt Jesu. Im Rahmen dieser Weihnachtsfeier wird auch ein Heft in der Landessprache angeboten, das kindgerecht erzählte Bibelgeschichten enthält. Dieses Heft kann in deutscher Sprache hier heruntergeladen werden.

Zu den Verteilungen wurde international vereinbart, dass diese in Liebe, Würde, Integrität und ohne Vorteilsnahme an den Ärmsten der Armen erfolgen müssen und die christliche Botschaft nicht manipulativ eingesetzt werden darf. Sollten deshalb eine Weihnachtsfeier und das Angebot des Heftchens nicht in den religiösen oder kulturellen Kontext passen, wird davon abgesehen. Die Geschenke gibt es in jedem Fall und ohne jede Bedingung. Einziges Kriterium ist die Bedürftigkeit des Kindes.

Für Gemeinden in Osteuropa sind die Schuhkartons eine gute Gelegenheit, mit Kindern und ihren Eltern ins Gespräch zu kommen. Bekunden sie dabei Interesse am christlichen Glauben, laden die Gemeinden sie unverbindlich zu einem kindgerecht aufbereiteten Glaubenskurs ein. Weitere Informationen finden Sie hier.

Welche Kontakte letztendlich daraus heraus entstehen, liegt in der Eigenverantwortlichkeit der Gemeinden und der Entscheidungsfreiheit der Eltern und Kinder vor Ort. Somit begünstigt und unterstützt „Weihnachten im Schuhkarton“ die Arbeit vieler Kirchengemeinden vor Ort.

4. Distanzieren sich die evangelische und katholische Kirche von der Aktion?

Fakt ist:

In einem offiziellen Statement der AMD (Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland) heißt es: „Selbst die Behauptung, die Evangelische Kirche warne vor der Unterstützung der Aktion, macht die Runde. Dem muss klar widersprochen werden: Eine solche Warnung gibt es nicht.“ Auch von der Deutschen Bischofskonferenz gibt es keine Distanzierung.

Zur Erläuterung:

Aus Kirchenkreisen und Bistümern gibt es vereinzelt kritische Stimmen. Sprecher sind dabei Sekten- und Weltanschauungsbeauftragte und seltener Pfarrer und Pastoren. Diese sind nicht stellvertretendes Sprachrohr für ihre gesendeten Denominationen. Die obersten Repräsentanten sind die Bischöfe bzw. Präsides. Nach unseren Informationen gibt es von keinen dieser Personen eine Distanzierung zu „Weihnachten im Schuhkarton“.

Vielmehr freuen wir uns, dass in Deutschland viele katholische und evangelische Christen aktiv unser Anliegen unterstützen, Kindern Freude und Hoffnung zu schenken.

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Fragen zur Nachhaltigkeit

1. Ist „Weihnachten im Schuhkarton“ eine entwicklungspolitisch nachhaltige Aktion?

 

Es ist verständlich, dass ein einfaches, einmaliges Geschenk wenig geeignet ist, nachhaltige Entwicklungshilfe zu leisten. Aber: Jedes Päckchengeschenk bereitet einem Kind in Not eine unvergessliche Freude – und die „hallt lange nach“, sowohl emotional als auch ganz praktisch:  Kinder finden in ihrem Schuhkarton Schulhefte, warme Kleidung und vieles mehr. Was für uns ganz normale Alltagsgegenstände sind, ist für viele Familien in Osteuropa von unschätzbarem Wert: Denn meist können sie sich selbst diese Dinge nicht leisten. Die Aktion wird deshalb oft auch mit den Care- oder Westpaketen verglichen. Zudem werden die Geschenke in den Empfängerländern durch ortsansässige christliche Kirchen verteilt. Durch ihre Arbeit wissen sie, wo die Not am größten ist.

Die Schuhkartons sind für Gemeinden eine wunderbare Gelegenheit, den Kindern und ihren Familien auch über Weihnachten hinaus ganz praktische Hilfe anzubieten. Dies setzt sich in der Vernetzung auf verschiedenen Ebenen fort, die durch „Weihnachten im Schuhkarton“ stattfindet: So arbeiten beispielsweise Bürgermeister, Kirchen, Sozialämter, Schulen, Kindergärten etc. Hand in Hand. Auch das ist eine Form der Nachhaltigkeit, indem vor Ort auf Notsituationen von Kindern aufmerksam gemacht wird und Wege gefunden werden, diese mit örtlichen Mitteln zu lösen und einander zu helfen.

Darüber hinaus geschieht es häufig, dass durch den Kontakt, der über ein Schuhkarton-Geschenk entsteht, der Grundstein für ein neues Projekt, eine neue Förderung oder eine neue Initiative gelegt wird. Im Rahmen der durch die Geschenk-Aktion neu entstandenen Beziehungen leisten Kirchen vor Ort praktische Hilfe, die in vielen Fällen die Lebenssituation Bedürftiger nachhaltig verbessert. Als Folge entstehen aus diesen lokalen Bemühungen ein Projekte, welche dann von Partnern von Geschenke der Hoffnung längerfristig unterstützt werden. Wir freuen uns, dass „Weihnachten im Schuhkarton“ so immer wieder Türen öffnet, wie Sie auch im diesjährigen Aktionsbericht nachlesen können.

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