Weihnachten im Schuhkarton


Mit kleinen Dingen Großes bewirken

Fragen

  • zum Packen eines Schuhkartons
  • zur Spendenbescheinigung
  • zur Verteilung der Schuhkartons
  • zur Geschichte
  • zu Geschenke der Hoffnung und Samaritan’s Purse
  • zum christlichen Hintergrund der Aktion
  • zur Nachhaltigkeit

Fragen zum Packen eines Schuhkartons

1. Warum ist eine einheitliche Schuhkartongröße wichtig (ca. 30 x 20 x 10cm)?

Die Maße 30 x 20 x 10cm sind aus zwei Gründen ideal. Erstens: Es ist schön, wenn Kinder einen Schuhkarton ähnlicher Größe bekommen. Das hilft den Verteilern“fair“ zu verteilen und erspart den Kindern ungute Vergleiche. Zweitens: Je größer die Schuhkartons, desto weniger passen in einen LKW und umso teurer wird der Transport aller Schuhkartons.

2. Warum sollen nur neue Waren in die Schuhkartons?

Es ist uns wichtig, Kindern in Not qualitativ hochwertige Päckchen zu übergeben. Wir verstehen Qualität als Ausdruck des Respekts gegenüber dem jeweiligen Kind und Anerkennung seiner Würde. „Es riecht alles so neu“ ist ein Satz, mit dem viele Kinder ausdrücken, dass sie sich wertgeschätzt fühlen.

Zum anderen gibt es gesetzliche Regelungen, die zum Beispiel die Einfuhr von gebrauchten Schuhen aller Größen und gebrauchten Kleidern der Altersgruppe 0 - 3 Jahre sowie gebrauchtem Spielzeug in den meisten unserer Empfängerländer verbietet. Auch andere Einfuhrbestimmungen einiger Länder müssen eingehalten werden, selbst wenn nicht alle Länder davon betroffen sind. Hier für einige Länder Ausnahmen zu machen, wäre eine große organisatorische und logistische Herausforderung und kaum zu bewältigen.

Aus diesem Grund werden gebrauchte Artikel in den Schuhkartons bei der Durchsicht entfernt und ersetzt. 

3. Warum kann die Altersgruppe 10 –14 Jahre nicht in zwei Gruppen aufgeteilt werden?

Die Aufteilung nach den Altersgruppen 2–4, 5–9 und 10–14 Jahre hat sich weltweit bei den Empfängerkindern bewährt. Sollten Kleidung oder Schuhe nicht passen, tauschen die Kinder untereinander oder schenken an Geschwister oder Freunde weiter. Wählen Sie im Zweifel das Kleidungsstück oder die Schuhe für ein Kind eine Nummer größer.

4. Warum dürfen die Schuhkartons KEINE geliermittelhaltigen Süßigkeiten enthalten?

Jedes Land hat andere Einfuhrbestimmungen, an die wir uns halten müssen. Einige unserer Empfängerländer verbieten die Einfuhr von geliermittelhaltigen Süßigkeiten. Bei nicht-geliermittelhaltigen Süßigkeiten oder pflanzlichen Geliermitteln müssen wir die Unbedenklichkeit nachweisen, was operativ nicht möglich ist. Deshalb behalten wir uns vor, zollrechtlich unzulässige Gegenstände zu entnehmen und einem anderen mildtätigen Zweck zuzuführen. 

5. Wozu 8 EURO Barspende?

Die Durchführung der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ist, wie andere gemeinnützige Aktionen, auf kompetente Planung und Durchführung angewiesen. Bei fast allen gemeinnützigen Organisationen wird für diese Aufgaben ein bestimmter Prozentsatz der Geldspenden verwendet. Nur so ist eine verlässliche und kontinuierliche Arbeit möglich. Für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ besteht diese Möglichkeit jedoch nicht, da es sich bei den Geschenkkartons um Sachspenden und nicht um Geldspenden handelt. Da es verständlicherweise nicht möglich ist, einen bestimmten Prozentsatz der Päckchen für die notwendigen Ausgaben zu verwenden, bitten wir deshalb um eine zusätzliche Barspende. Diese ermöglicht weitaus mehr als den verlässlichen Transport Ihrer Geschenke zu den Kindern. Sie hilft uns, die Aktion verantwortlich zu planen und umzusetzen. Dazu zählen auch Schulung und Koordination tausender Ehrenamtlicher im Inland und den Empfängerländern sowie die kontinuierliche Begleitung der Partner vor Ort. Ein ausführliches Berichtswesen stellt die Qualität der Schulungen und Verteilungen sicher, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen: Bedürftigen Kindern Liebe zu schenken.

6. Bleiben die Schuhkartonpäckchen intakt?

Solange sie den Angaben in unserem Flyer entsprechen –  ja!

Die Aufgabe freiwilliger und geschulter Mitarbeiter in Sammelstellen und der „Weihnachtswerkstatt“ ist es unter anderem, die abgegebenen Schuhkartons entsprechend durchzusehen. Dabei werden Artikel, die nicht den Vorgaben entsprechen entnommen und anderen, wohltätigen Zwecken zugeführt, z. B. Obdachlosenhilfen und sozialen Vereinen. Ist ein Schuhkarton z.B. nur halb gefüllt, werden weitere Artikel aus eigens akquirierten Sachspenden hinzugefügt. Unser Bestreben ist jedoch, jedes Geschenkpäckchen möglichst so wie es gepackt wurde weiterzuleiten. Das gelingt immer dann, wenn die Packanleitung beachtet wird.

7. Für welche Altersgruppe werden am wenigsten Schuhkartons gepackt?

Erfahrungsgemäß werden Jungs zwischen 10 und 14 Jahren am seltensten mit Geschenk-Päckchen bedacht. Am häufigsten gepackt werden hingegen Schuhkartons für Mädchen zwischen 5 und 9 Jahren. Deshalb empfehlen wir - wenn Sie keine Präferenz haben, für wen Sie packen möchten - Geschenke für ältere Jungs zu kaufen. Auch sie freuen sich beispielsweise über Schulmaterial, etwas Warmes zum Anziehen, ein cooles Kuscheltier, ein Spielzeugauto, einen Ball und Schokolade sehr.

Fragen zur Spendenbescheinigung

1. Wie erhält man eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung)?

Bei Spenden bis einschließlich 200 Euro gilt die Kopie Ihres Kontoauszuges unter Angabe des Verwendungszweckes beim Finanzamt als Spendenbeleg. Wir senden Ihnen jedoch bereits für Spenden über 24 Euro automatisch eine Spendenbescheinigung im Frühjahr des Folgejahres zu, wenn Sie auf dem Überweisungsträger Ihren Namen und Ihre vollständige Adresse angeben.

2. Gibt es auch für Sachspenden Zuwendungsbestätigungen?

Falls Sie eine Sachspendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte Ihre Originaleinkaufsbelege und Ihre Anschrift zusammen mit Ihrem Päckchen bei einer Sammelstelle in Ihrer Nähe ab, die Sie hier finden. Selektieren Sie dort bitte NUR Sammelstellen, da nur sie in Punkto Sachspendenbescheinigung geschult sind. Kassenbelege/Quittungen müssen maschinell angefertigt worden sein und den Preis pro Artikel, die Artikelbezeichnung, Mehrwertsteuer, Ort und Datum und eine Unterschrift bzw. Firmenstempel/-adresse enthalten. Sie helfen uns, wenn auf dem Kassenbeleg/der Quittung ausschließlich Einkäufe für "Weihnachten im Schuhkarton" ausgewiesen sind und Sie Privateinkäufe bitte an der Kasse separat abrechnen. Bitte kopieren Sie die Belege für Ihre eigenen Unterlagen. Ihre Sammelstelle überprüft die Sachspende und übermittelt uns die Informationen. Im Frühjahr des Folgejahres stellen wir die Sachspendenbescheinigung aus. Wir bestätigen, dass Ihre Spende nur für unsere satzungsgemäßen Zwecke verwendet wird.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sachspendenbescheinigungen aus Kostengründen erst ab einem Warenwert von 15 Euro ausstellen.

Fragen zur Verteilung der Schuhkartons

1. Kommt mein Schuhkarton an?

Ja, davon überzeugen wir uns selbst, auch durch ein ausführliches Berichtswesen. Wir arbeiten mit zuverlässigen Partnern zusammen, die sich für diese Aufgabe als ehrenamtliche Verteilpartner beworben haben, die im Vorfeld an einer entsprechenden Schulung teilnehmen müssen. Diese Partner (vor allem christliche Gemeinden unterschiedlicher Glaubensprägung) sind transparent und verpflichten sich zur Einhaltung internationaler Richtlinien nach denen die Verteilungen durchgeführt werden. Etwaige Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten werden nachgeprüft und entsprechend korrigiert.

Wir arbeiten mit zuverlässigen Partnern zusammen. Diese Partner (vor allem Gemeinden und nationale Hilfswerke) sind transparent und verpflichten sich zur schriftlichen und fotografischen Berichterstattung sowie zur Einhaltung internationaler Richtlinien. Außerdem fahren einige unserer Mitarbeiter jedes Jahr zu Verteilungen, um persönlich die Päckchenverteilungen zu begleiten.

2. Welchen Weg nimmt mein Schuhkarton?

3. Wohin gehen die Schuhkartons?

Die Zielländer sind hier aufgelistet.

4. Was bedeuten die Schuhkartons für die Empfängerkinder?

Ihr Schuhkarton bringt Freude in sozial schwache Familien und ist für manche bedürftige Kinder das erste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens. Dabei steht nicht einmal zuerst der materielle Wert des Geschenkes im Vordergrund, sondern die Tatsache, dass jemand sich Gedanken über ‚mich’ gemacht hat, dass ‚ich jemandem lieb und wert bin’. Die Freude über den Schuhkarton hallt emotional lange nach – aber auch ganz praktisch: Kinder finden in ihrem Schuhkarton Schulhefte, warme Kleidung, Spielsachen und vieles mehr. Was für uns ganz normale Alltagsgegenstände sind, ist für viele bedürftige Kinder von unschätzbarem Wert: Denn meist können ihre Familien sich diese Dinge selbst nicht leisten.

5. Wer verteilt die Schuhkartons?

In den Empfängerländern arbeiten wir mit christlichen Gemeinden verschiedener Konfessionen zusammen. Sie wissen, wo die Not vor Ort am größten ist. Sie treffen die Auswahl der Kinder, die zu einer Verteilung eingeladen werden sollen, in der Regel schon lange vor der Verteilung.

Die Kirchengemeinden bewerben sich Monate vorher als Verteilpartner und werden erst nach einer einführenden Schulung „Verteilpartner“. Wir überzeugen uns kontinuierlich von der Qualität ihrer Arbeit und ihrer Integrität. Dies geschieht durch regelmäßige Besuche, Schulungen, persönliche Teilnahme an Verteilungen sowie durch Rechenschafts- und Abschlussberichte.

6. Wie läuft eine Verteilung ab?

Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen veranstalten Weihnachtsfeiern oder entsprechende Rahmenprogramme z.B. in Schulen, Kindergärten, Waisen- und Krankenhäusern oder direkt in den Familien der kleinen Empfänger. Oft werden diese Programme von den Jugendlichen der jeweiligen Gemeinde gestaltet. Die Päckchen werden während dieser Treffen persönlich überreicht. Gleichzeitig wird ein Heft mit Bibelgeschichten angeboten, das von den meisten Kindern gern angenommen wird. Das Schuhkartongeschenk gibt es jedoch in jedem Fall und ohne jede Bedingung.

7. Nach welchen Kriterien werden Empfängerländer und –kinder ausgewählt?

Inzwischen werden im Rahmen der globalen Arbeit von Operation Christmas Child Kinder in über 100 Ländern beschenkt. Die Zuordnung der Empfängerländer an die sammelnden Länder folgt in der Regel praktischen Erwägungen, wie zum Beispiel geografische Nähe und somit kurze Transportwege.

Bei der grundsätzlichen Entscheidung, ob in einem Land Schuhkartons verteilt werden, wird berücksichtigt, ob dort überdurchschnittlich viele Kinder  bedürftig sind. Vorbedingung dafür, ob in einem Land Geschenkpäckchen verteilt werden, ist ein Netz kompetenter, christlicher Partner, die gemeinsam eine zuverlässige Verteilstruktur aufbauen. Als Partner kommen Kirchengemeinden aller Konfessionen in Frage. Ihnen obliegt auch die Aufgabe, über ihre Ortskirchen bedürftige Kinder in sozial schwachen Situationen für die Schuhkarton-Verteilungen auszuwählen: beispielsweise, indem sie sich an Jugendämter, Polizeibehörden oder soziale Einrichtungen wenden oder indem sie selbst auf Kinder in sozialen Brennpunkten zugehen. Das bringt die Kirchengemeinden in direkten Kontakt mit Menschen, die bislang kaum Zugang zu Hilfe und Hoffnung hatten, wie sie von den Kirchengemeinden angeboten wird.

8. Werden Schuhkartons auch an nicht bedürftige Kinder verteilt?

Nein, das widerspricht dem Anliegen der Aktion. In den Empfängerländern arbeiten wir mit Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen zusammen. Sie wissen, wo die Not am größten ist und ihre Aufgabe ist es, bedürftige Kinder auszuwählen – beispielsweise, indem sie sich an Jugendämter, Polizeibehörden oder soziale Einrichtungen wenden oder indem sie selbst auf Kinder in sozialen Brennpunkten zugehen. Unsere Partner genießen dabei unser vollstes Vertrauen.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass ein Schuhkarton an ein weniger bedürftiges Kind verteilt wird, z. B. bei Verteilungen in Schulen in sozial schwachen Gebieten. Hier wäre es innerhalb einer Klasse den Kindern gegenüber lieblos zu sagen: „Du bekommst kein Geschenk, weil Deine Eltern besser verdienen, als die von den anderen Kindern.“ Unsere Partner sind jedoch sehr bemüht, solche Situationen möglichst auszuschließen, indem sie z.B. die Kinder zu einer Verteilung in die Stadthalle einladen. Außerdem haben die meisten Empfängerländer strenge Auflagen, wenn es um die direkte Verteilung von Hilfsgütern geht.

Z. B. muss in Moldawien

     

  • eine Empfängerliste mit Ort eingereicht werden (z. B. „Schule 63 in Chisinau“ – das ist in Moldawien)
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  • der Verteiler und die Verteilform muss genannt sein (z.B. Baptistengemeinde XY, Weihnachtsfeier mit Einladung durch die Sozialstation an Kinder aus XY in Stadthalle XY am … Datum …)
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  • außerdem muss die Bedürftigkeit der Kinder nachgewiesen werden (z. B. Kinder laut Sozialhilfeliste des Amtes XY)
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  • es muss angegeben werden, dass bzw. wie viele der Empfängerkinder zum ersten Mal ein Geschenk erhalten
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  • die Verteilerpartner müssen im Vorfeld an einer von uns durchgeführten Schulungsveranstaltung teilnehmen
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  • sie müssen im Anschluss an die Verteilung Bericht erstatten
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  • zu guter Letzt müssen sie den Behörden nachweisen, ggf. mit Stempel / Unterschrift eines Amtsträgers, der bei der Verteilung dabei war (Z. B. Angestellter des Sozialamtes), dass die Verteilung ordnungsgemäß und wie beantragt stattgefunden hat
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Dennoch kann durch Bilder oder durch das Antwortschreiben eines Kindes der Eindruck entstehen, dass die Kinder womöglich nicht bedürftig sind. Aus eigener Erfahrung von Verteilerreisen wissen wir, dass der äußere Eindruck täuschen kann. Wer die Kinder zu Hause besucht, entdeckt möglicherweise eine fünfköpfige Familie, die in einem winzigen Haus mit nur einem beheizten Zimmer, ohne Toilette, ohne Strom, ohne fließend Wasser lebt. Viele Menschen bewahren sich dennoch inmitten ihrer Armut einen Rest Würde, indem sie großen Wert auf die äußere Erscheinung legen. Sollte es dennoch einen begründeten Verdacht geben, dass hier etwas schiefgelaufen sein könnte, haben wir die Möglichkeit über die Adresse schnell die Hintergründe der Verteilung aufzuklären.

9. Kann ich an einer Verteilung teilnehmen?

Diese Frage ist verständlich und erreicht uns häufig, doch leider können wir nicht alle Interessenten mitnehmen. Einige ehrenamtliche Mitarbeiter und Verantwortliche von Geschenke der Hoffnung e.V. begleiten jedoch jedes Jahr einige ausgewählte Verteilungen der Schuhkartons. In den Verteilerberichten können Sie die Erlebnisse unserer Mitarbeiter und Ehrenamtlichen nachlesen.  Film und Fotobeiträge finden Sie hier.

Fragen zur Geschichte

1. Wie fing die Aktion an?

Alles begann 1990 in Rumänien. Nach dem Ende der Schreckensherrschaft von Diktator Nicolae Ceausescu fristeten unzählige ungewollte Mädchen und Jungen unter menschenunwürdigen Bedingungen ihr Dasein in Waisenhäusern. Der Christ Dave Cooke aus der walisischen Stadt Wrexham beschloss, zu helfen und appellierte an die Nächstenliebe seiner Mitbürger. Unter anderem wurden sie gebeten, einen Schuhkarton in Geschenkpapier zu wickeln und ihn mit Dingen zu füllen, über die ein Kind sich freut – in etwa so, als ob eine englische Weihnachtssocke im Karton stecke. „Operation Christmas Child“, so wird die Aktion international genannt, war geboren. Innerhalb kürzester Zeit packten die Wrexhamer Tausende von Geschenk-Paketen. Diese und weitere Hilfsgüter wurden im Dezember 1990 von Dave Cooke und seinem Team in Rumänien verteilt. Die Freude der Waisenkinder, die zum ersten Mal in ihrem Leben erfuhren, was Liebe bedeutet, war unbeschreiblich. Auch in Großbritannien war die Begeisterung für die Aktion nicht zu stoppen: Mit jedem Jahr wuchs die Zahl der Päckchen. 1993 übergab Dave Cooke „Operation Christmas Child“ schließlich an die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse.

1996 nahm die Partnerschaft zwischen der langjährigen Chefredakteurin der christlichen Zeitschrift »Entscheidung«, Dr. Irmhild Bärend, und Samaritan’s Purse ihren Anfang: In der Zeitschrift wurde deutschlandweit aufgerufen, Schuhkartons für Kinder in Not zu packen. Der Grundstein für die Aktion im deutschsprachigen Raum war gelegt.

Seit 1996 wurden mehrere Millionen Schuhkarton-Geschenke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an Kinder in Not in zahlreichen Empfängerländern in der ganzen Welt verteilt.

Fragen zu Geschenke der Hoffnung und Samaritan’s Purse

1. Wer ist Geschenke der Hoffnung e.V.?

Geschenke der Hoffnung ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Satzungszweck, den christlichen Glauben zu fördern und Menschen zu unterstützen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Ob mit "Weihnachten im Schuhkarton", dem Baby-Not-Projekt, "Dreh den Hahn auf" oder anderen Hilfsprojekten: Als international tätige, christliche Hilfsorganisation unterstützt Geschenke der Hoffnung bedürftige Menschen ganz praktisch und auf vielfältige Weise. Dabei ist es selbstverständlich, dass wir , von unserer Motivation erzählen: von Jesus Christus. Schwerpunkte der Arbeit sind die humanitäre Hilfe sowie die Unterstützung von Kindern und Familien im Rahmen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Unser größter Partner ist die internationale Hilfsorganisation Samaritan's Purse, mit der wir - als Teil der weltweiten Aktion „Operation Christmas Child“ (im deutschsprachigen Raum: "Weihnachten im Schuhkarton") - vor allem auch in Katastrophenfällen zusammenarbeiten. Die Unterstützung wird immer und ausnahmslos ungeachtet des kulturellen, geschlechtlichen, gesellschaftlichen oder religiösen Hintergrundes gewährt.

Geschenke der Hoffnung ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und ist ein der Evangelischen Allianz verbundenes Werk. Geschenke der Hoffnung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) sowie das Prüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

2. Wo ist „Weihnachten im Schuhkarton“ verortet?

„Weihnachten im Schuhkarton“ ist der deutschsprachige Zweig der weltweiten Aktion „Operation Christmas Child“ und wird in eigenständiger Verantwortung vom eingetragenen Verein „Geschenke der Hoffnung“ durchgeführt und verantwortet. Durch Mitgliedschaften in verschiedenen Werken und Verbänden sowie mit aktiven Kooperationen sind wir mit vielen christlichen Gemeinden im deutschsprachigen Raum verbunden. Die Satzung von Geschenke der Hoffnung weist als Teil des Vereinszwecks aus: „Der Verein versteht sich als Teil der weltweiten christlichen Kirchen und Gemeinden“.

3. Was ist das Anliegen der Geschenk-Aktion?

Der Auftrag von Weihnachten im Schuhkarton ist, bedürftigen Kindern weltweit Gottes Liebe greifbar zu machen und mit Kirchengemeinden vor Ort die gute Nachricht von Jesus Christus weiterzugeben.

Das Anliegen von "Weihnachten im Schuhkarton" ist es, Not leidenden Kindern auf der ganzen Welt Freude zu schenken und ihnen auf erlebbare Weise Gottes Liebe zu zeigen und gemeinsam mit den Ortskirchen die frohe Botschaft Jesu weiterzugeben.

Zu den Verteilungen wurde international vereinbart, dass diese in Liebe, Würde, Integrität und ohne Vorteilsnahme an die Ärmsten der Armen erfolgen müssen und das Evangelium nicht manipulativ eingesetzt werden darf. 

Den Büros der Länder, die die Schuhkartongeschenke sammeln, obliegt es, über die Umsetzung dieser Grundsätze zu wachen. Dies geschieht durch Schulung der Koordinationspartner und verteilenden Kirchengemeinden in den Empfängerländern, durch regelmäßige Besuche von Verteilungen und ein Berichtssystem.

4. Wer ist Samaritan’s Purse?

Samaritan’s Purse, internationaler Partner von Geschenke der Hoffnung e.V., ist eine konfessionell nicht gebundene Hilfsorganisation mit evangelikaler Ausrichtung.

Seit 1970 leistet Samaritan’s Purse den Opfern von Kriegen, Armut und Naturkatastrophen praktische Hilfe. Handeln und Reden sind dabei geprägt von der Liebe Gottes in Jesus Christus. Die Hilfe kommt allen Menschen zugute, ungeachtet ihres kulturellen, geschlechtlichen, gesellschaftlichen oder religiösen Hintergrundes und wird in jedem Fall ohne jede Bedingung gereicht. Wo immer möglich, geschieht dies in Zusammenarbeit mit Kirchen verschiedener Konfessionen vor Ort.

Dem Leiter dieser Hilfsorganisation, Franklin Graham, ist es ein Anliegen, Menschen in Not zu helfen. Dies hat er unzählige Male bewiesen. Im Laufe seiner Arbeit ist er vielen Menschen in Verantwortung in aller Welt begegnet und hat dabei stets auch von seinem Glauben an Jesus gesprochen. Wir nehmen zur Kenntnis, dass Äußerungen von Franklin Graham als Person des amerikanischen öffentlichen Lebens im Kontext der europäischen Weltsicht kontrovers diskutiert werden. Diese Äußerungen spiegeln seine persönliche Anschauung wider und definieren nicht die Überzeugung und Auffassung sowie die Arbeitsweise von Geschenke der Hoffnung e.V., Menschen ungeachtet ihres religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrundes zu begegnen und zu helfen.

5. „Weihnachten im Schuhkarton“/“Operation Christmas Child“ wird weltweit von Samaritan’s Purse durchgeführt. Welche Verbindung besteht zwischen Geschenke der Hoffnung und Samaritan’s Purse?

Geschenke der Hoffnung e.V. ist seit dem 1. November 2001 als eigenständiger und unabhängiger gemeinnütziger Verein in Deutschland registriert. Unser Werk ist personell und finanziell eigenständig.

Mit Samaritan’s Purse verbindet uns eine langjährige gute Partnerschaft. Die Basis und Ausrichtung der Arbeit decken sich: Wir helfen ohne jede Bedingung. Wo möglich erfolgt dies in Zusammenarbeit mit Kirchen verschiedener Konfessionen vor Ort. Die Hilfeleistungen geschehen immer mit großem Respekt und Rücksichtnahme auf die kulturellen Gegebenheiten und religiösen Überzeugungen vor Ort, bekennen sich aber zu dem, der der Grund unseres Glaubens ist: Jesus Christus. 

Satzungsgemäß soll Samaritan’s Purse ein Vereinsmitglied benennen. Als solches wurde Chris Weeks, der Leiter der Rechtsabteilung bei Samaritan's Purse, in den Aufsichtsrat von Geschenke der Hoffnung gewählt. 

6. Warum steht auf dem Logo „Operation Christmas Child“ und nicht „Weihnachten im Schuhkarton“?

"Weihnachten im Schuhkarton®" ist Teil der weltweiten Geschenk-Aktion "Operation Christmas Child®" von Samaritan's Purse International. Gesammelt werden die Schuhkartons in zehn, verteilt in über 100 Ländern. Die global einheitliche Marke dient der eindeutigen Erkennbarkeit und Zuordnung des Projektes. Die Marke ist ein eingetragenes Warenzeichen, deren Rechte bei Samaritan's Purse liegen. Die Nutzung wird uns freundlich genehmigt.

 

 

Fragen zum christlichen Hintergrund der Aktion

1. Wird christliche Literatur in die Schuhkartons gelegt?

Die Geschenkkartons werden von den Sammelstellen oder der Weihnachtswerkstatt mit Klebeband verschlossen, ohne dass christliche Literatur hinzugefügt wurde. Unsere Partner - Kirchengemeinden vor Ort - bieten jedoch bei den Verteilungen ein Heft mit Bibelgeschichten in der jeweiligen Landessprache an, das von den meisten Kindern gern angenommen wird. Die Annahme ist frei und keine Bedingung für den Erhalt der Schuhkartons. Das Heft können Sie sich in deutscher Sprache in unserem Online-Shop bestellen.

Es wurde international vereinbart, dass die Verteilungen der Geschenkpäckchen in Liebe, Würde, Integrität und ohne Vorteilsnahme an den Ärmsten der Armen erfolgen müssen und die christliche Botschaft nicht manipulativ eingesetzt werden darf. Sollten deshalb eine Weihnachtsfeier und das Angebot des Heftchens nicht in den religiösen oder kulturellen Kontext passen, wird davon abgesehen. Die Geschenke gibt es in jedem Fall und ohne jede Bedingung. Einziges Kriterium ist die Bedürftigkeit des Kindes. Diese Regeln gelten für die Aktion weltweit.

Für Gemeinden in Osteuropa sind die Schuhkartons eine gute Gelegenheit, mit Kindern und ihren Eltern ins Gespräch zu kommen. Bekunden sie dabei Interesse am christlichen Glauben, laden die Gemeinden sie unverbindlich zu einem kindgerecht aufbereiteten Glaubenskurs ein. Weitere Informationen finden Sie hier.

Welche Kontakte letztendlich daraus heraus entstehen, liegt in der Eigenverantwortlichkeit der Gemeinden und der Entscheidungsfreiheit der Eltern und Kinder vor Ort. Somit begünstigt und unterstützt „Weihnachten im Schuhkarton“ die Arbeit vieler Kirchengemeinden vor Ort.

2. Und was halten die etablierten Kirchen von der Aktion?

Aus Kirchenkreisen und Bistümern gibt es vereinzelt kritische Stimmen, die darauf verweisen, dass sie das „Missionsverständnis“ der Aktion nicht teilen. Sprecher sind dabei in erster Linie Weltanschauungsbeauftragte und seltener Pfarrer und Pastoren.

Wir freuen uns, dass in Deutschland viele katholische und evangelische Christen aktiv unser Anliegen unterstützen, Kindern Freude und Hoffnung zu schenken und die Aktion zunehmend von mehr Gemeinden als „ihr“ Projekt übernommen wird.

Fakt ist:

In einem offiziellen Statement der AMD (Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland) heißt es: „Selbst die Behauptung, die Evangelische Kirche warne vor der Unterstützung der Aktion, macht die Runde. Dem muss klar widersprochen werden: Eine solche Warnung gibt es nicht.“ Auch von der Deutschen Bischofskonferenz gibt es keine Distanzierung.

Fragen zur Nachhaltigkeit

1. Ist „Weihnachten im Schuhkarton“ eine entwicklungspolitisch nachhaltige Aktion?

Es ist verständlich, dass ein einfaches, einmaliges Geschenk wenig geeignet ist, nachhaltige Entwicklungshilfe im klassischen Sinne zu leisten. Aber: Jedes Päckchengeschenk bereitet einem Kind in Not eine unvergessliche Freude – und die „hallt lange nach“, sowohl emotional als auch ganz praktisch:  Kinder finden in ihrem Schuhkarton Schulhefte, warme Kleidung und vieles mehr. Was für uns ganz normale Alltagsgegenstände sind, ist für viele Familien in Osteuropa von unschätzbarem Wert: Denn meist können sie sich selbst diese Dinge nicht leisten. Zudem werden die Geschenke in den Empfängerländern durch ortsansässige christliche Kirchen verteilt. Durch ihre Arbeit wissen sie, wo die Not am größten ist.

Die Schuhkartons sind für Gemeinden eine wunderbare Gelegenheit, den Kindern und ihren Familien auch über Weihnachten hinaus ganz praktische Hilfe anzubieten. Dies setzt sich in der Vernetzung auf verschiedenen Ebenen fort, die durch „Weihnachten im Schuhkarton“ stattfindet: So arbeiten beispielsweise Bürgermeister, Kirchen, Sozialämter, Schulen, Kindergärten etc. Hand in Hand. Auch das ist eine Form der Nachhaltigkeit, indem vor Ort auf Notsituationen von Kindern aufmerksam gemacht wird und Wege gefunden werden, diese mit örtlichen Mitteln zu lösen und einander zu helfen.

Darüber hinaus geschieht es häufig, dass durch den Kontakt, der über ein Schuhkarton-Geschenk entsteht, der Grundstein für ein neues Projekt, eine neue Förderung oder eine neue Initiative gelegt wird. Im Rahmen der durch die Geschenk-Aktion neu entstandenen Beziehungen leisten Kirchen vor Ort praktische Hilfe, die in vielen Fällen die Lebenssituation Bedürftiger nachhaltig verbessert. Als Folge entstehen aus diesen lokalen Bemühungen Projekte, welche dann von Partnern von Geschenke der Hoffnung längerfristig unterstützt werden.

Die größte nachhaltige Auswirkung sind jedoch die vielen Beziehungen Beteiligter und Begünstigter, die ohne diese Aktion nicht entstehen würden und die vielen neuen Perspektiven, die sich für die beschenkten Kinder dadurch eröffnen.

2. Sollten besser nicht nur fair gehandelte Waren in den Schuhkarton?

Geschenke der Hoffnung begrüßt es, wenn sowohl im Alltag als auch im Rahmen einer karitativen Aktion wie „Weihnachten im Schuhkarton®“ darauf geachtet wird, unter welchen Bedingungen die ausgewählten Produkte hergestellt wurden. Wir heißen es gut, wenn dies dazu führt, dass auf den Kauf eines bestimmten Produktes verzichtet bzw. sich bewusst für ein unter gerechten Produktionsbedingungen hergestelltes Gut entschieden wird. Da die Herstellungsbedingungen vieler Waren komplex und nicht immer transparent sind, können wir jedoch weder Empfehlungen für bestimmte Marken aussprechen noch vom Kauf anderer Artikel abraten. Geschenke der Hoffnung unterstützt die öffentliche Debatte um dieses Thema im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.